Kein Mensch ist illegal!

Personne n'est illegal-e!

Nessuno è illegale!

No one is illegal!


  • setzt sich ein für Menschen ohne geregelten Aufenthalt, die in Not geraten

  • vermittelt für sie medizinische und juristische Hilfe

  • macht die Öffentlichkeit auf ihre Lebensbedingungen aufmerksam

  • unterstützt Freiwillige bei ihrem Engagement

 

MEDIENMITTEILUNG, 19. Januar 2018 - pdf

Perspektiven schaffen! – Kinderrechte selbstbestimmt

Das Solidaritätsnetz Bern startet ein Projekt namens „Kinderrechte selbstbestimmt“ zur beruflichen Integration von Jugendlichen mit prekärem oder ohne Aufenthaltsstatus im Kanton Bern. Das mehrheitlich von der Glückskette finanzierte Projekt könnte Vorbildcharakter für die ganze Schweiz haben.

Ausgangslage im Migrationsbereich

Viele Arbeitgebende möchten Jugendlichen mit prekärem und ohne Aufenthaltsstatus keine Lehrstellen vergeben, weil sie befürchten, die Lehrlinge müssen das Land von heute auf morgen verlassen, bevor sie die Lehre überhaupt abgeschlossen haben. Andererseits ist für (noch) nicht anerkannte Flüchtlinge der Faktor berufliche Integration entscheidend für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Ohne Lehrstelle kein Aufenthalt, ohne Aufenthalt keine Lehrstelle – dieser widersprüchlichen Situation nimmt sich das Projekt „Kinderrechte selbstbestimmt“ (KiSs) an.

Das angeeignete Wissen weitergeben

„Wir haben unsere Dossiers durchforstet und mehrere Dutzend Jugendliche und junge Erwachsene gefunden, die eigentlich vor der Berufswahl stünden, jedoch wegen ihres prekären Aufenthaltsstatus‘ kaum Chancen haben, eine Lehrstelle oder einen finanzierten Studienplatz zu finden.“, erklärt Lou Losinger vom Solidaritätsnetz Bern. KiSs unterstützt junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren im Kanton Bern bei der Suche nach einem Studienplatz, einem Praktikum oder einer Lehrstelle. Mithilfe von Workshops und regelmässigen Treffen erarbeiten sich die Teilnehmenden selbst das spezifische Wissen, welches sie brauchen, um ihren Berufswunsch zu verwirklichen. Begleitet werden sie individuell durch die Mitarbeitenden sowie von Freiwilligen des Solidaritätsnetzes Bern. Auf Wunsch werden sie in einem zweiten Schritt zu „Peers“ weitergebildet und somit befähigt, das angeeignete Wissen an Jugendliche in derselben Situation weiter zu geben, um sie auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen als Vorbild zu dienen. Um deren Chancen auf eine Lehrstelle zu erhöhen, unterhält das Solidaritätsnetz Bern zudem Kontakte mit potentiellen Arbeitgebenden.

Selbstbestimmung als oberstes Ziel

Der Übergang vom Kindsein ins Erwachsenenleben birgt viele Herausforderungen, und den Teilnehmenden wird dieser Prozess durch ihren prekären oder fehlenden Aufenthaltsstatus erschwert. KiSs setzt den Fokus des Projektes auf die Selbstbestimmung einer jeden jugendlichen Person: „Wir geben ihnen Werkzeug mit, damit sie sich das selbst erarbeiten, was sie brauchen, um ihrer scheinbar aussichtslosen Situation entgegenzuwirken. Wir helfen, Perspektiven zu schaffen!“, meint Vereinssekretär Matthias Rysler. Das Projekt wird wesentlich von der Glückskette finanziert und dauert vorerst bis Ende 2019 mit Aussicht auf Verlängerung und schweizweiter Durchführung.

Bei Fragen oder Anliegen melden Sie sich bei:

Lou Losinger

Projektleiterin

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Weitere Informationen hier.

 

Martin van Egmond


24. Juni 1046 - 01. Januar 2018


In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Präsidenten, Sekretär und Aktivmitglied beim Solidaritätsnetz Bern. Martin setzte sich mit viel Herzblut und Engagement für Menschen ohne geregelten Aufenthalt ein und hat aus dem Solidaritätsnetz Bern das gemacht was es heute ist. Für seinen grenzenlosen Einsatz, seine treibenden Ideen und seine singende Stimme sind wir ihm dankbar.

Martin - du wirst uns fehlen. 

Das Team des Solidaritätnetz Bern

 

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