Das Pilotprojekt Kinderrechte selbstbestimmt soll Menschen zwischen 15 und 25 Unterstützung bieten bei der Suche nach einem Studienplatz, Praktikum oder Lehrstelle. Mithilfe von Workshops und regelmässigen Treffen sollen sich die Teilnehmenden selbst das Wissen und die Unterlagen erarbeiten, die sie benötigen, um ihrem Berufstraum näher zu kommen. Begleitet werden die Teilnehmenden individuell durch die Mitarbeitenden vom Solidaritätsnetz Bern und von Freiwilligen. Das Projekt wurde vom Solidaritätsnetz Bern initiiert und finanziert von der Glückskette.

Um die Jugendlichen in ihrem Prozess bei der Berufsfindung optimal zu unterstützen benötigen wir Freiwillige, die bereit sind Jugendliche zu begleiten. Hast du Lust Jugendliche für 3 Monate im Berufsfindungsprozess zu begleiten? Oder vielleicht punktuell diverse Jugendliche beim Verfassen eines Motivationsschreibens unter die Arme zu greifen?

An einer Kick-off Veranstaltung wirst du von uns detailliert eingeführt in die Arbeit und während dem Projekt  begleitet in Form von freiwilligen Beratungen. Hast du Interesse? Dann melde dich unter lou@solinetzbern.ch.

 


 

MEDIENMITTEILUNG, 19. Januar 2018 

 

Perspektiven schaffen! Kinderrechte selbstbestimmt

Das Solidaritätsnetz Bern startet ein Projekt namens "Kinderrechte selbstbestimmt" zur beruflichen Integration von Jugendlichen mit prekärem oder ohne Aufenthaltsstatus im Kanton Bern. Das mehrheitlich von der Glückskette finanzierte Projekt könnte Vorbildcharakter für die ganze Schweiz haben.

 

Ausgangslage im Migrationsbereich

Viele Arbeitgebende möchten Jugendlichen mit prekärem und ohne Aufenthaltsstatus keine Lehrstellen vergeben, weil sie befürchten, die Lehrlinge mässen das Land von heute auf morgen verlassen, bevor sie die Lehre überhaupt abgeschlossen haben. Andererseits ist für (noch) nicht anerkannte Flüchtlinge der Faktor berufliche Integration entscheidend für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Ohne Lehrstelle kein Aufenthalt, ohne Aufenthalt keine Lehrstelle - dieser widersprüchlichen Situation nimmt sich das Projekt "Kinderrechte selbstbestimmt" (KiSs) an.

 

Das angeeignete Wissen weitergeben

"Wir haben unsere Dossiers durchforstet und mehrere Dutzend Jugendliche und junge Erwachsene gefunden, die eigentlich vor der Berufswahl stünden, jedoch wegen ihres prekären Aufenthaltsstatus kaum Chancen haben, eine Lehrstelle oder einen finanzierten Studienplatz zu finden", erklärt Lou Losinger vom Solidaritätsnetz Bern. KiSs unterstützt junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren im Kanton Bern bei der Suche nach einem Studienplatz, einem Praktikum oder einer Lehrstelle. Mithilfe von Workshops und regelmässigen Treffen erarbeiten sich die Teilnehmenden selbst das spezifische Wissen, welches sie brauchen, um ihren Berufswunsch zu verwirklichen. Begleitet werden sie individuell durch die Mitarbeitenden sowie von Freiwilligen des Solidaritätsnetzes Bern. Auf Wunsch werden sie in einem zweiten Schritt zu "Peers" weitergebildet und somit befähigt, das angeeignete Wissen an Jugendliche in derselben Situation weiter zu geben, um sie auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen als Vorbild zu dienen. Um deren Chancen auf eine Lehrstelle zu erhöhen, unterhält das Solidaritäsnetz Bern zudem Kontakte mit potentiellen Arbeitgebenden.

 

Selbstbestimmung als oberstes Ziel

Der Übergang vom Kindsein ins Erwachsenenleben birgt viele Herausforderungen, und den Teilnehmenden wird dieser Prozess durch ihren prekären oder fehlenden Aufenthaltsstatus erschwert. KiSs setzt den Fokus des Projektes auf die Selbstbestimmung einer jeden jugendlichen Person: "Wir geben ihnen Werkzeug mit, damit sie sich das selbst erarbeiten, was sie brauchen, um ihrer scheinbar aussichtslosen Situation entgegenzuwirken. Wir helfen, Perspektiven zu schaffen!", meint Vereinssekretär Matthias Rysler. Das Projekt wird wesentlich von der Glückskette finanziert und dauert vorerst bis Ende 2019 mit Aussicht auf Verlängerung und schweizweiter Durchführung. 

Bei Fragen oder Anliegen melden Sie sich bei:

Lou Losinger

Projektleiterin

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